Teppichspende von den Autobauern

ProCent-Initiative unterstützt Rhythmische Sportgymnastik beim VfL Sindelfingen mit 4500 Euro

20181214 rsg spende 2 kleinOhne einen speziellen Bodenläufer keine Rhythmische Sportgymnastik (RSG). Das weiß auch die RSG-Sparte der VfL-Turner. Der jüngste Spross der Abteilung hat sich nun einen solchen Untergrund für die Darbietungen geleistet – mit tatkräftiger Unterstützung des Daimler-Werkes in Sindelfingen. Von den Autobauern gab es im Rahmen der ProCent-Initiative jetzt einen 4500-Euro-Scheck. Für die Übergabe der Summe hatten sich die jungen Gymnastinnen etwas Besonderes  einfallen lassen: ein kleines exklusives Show-Programm auf dem neuen Teppich für die Gäste.

„Wir freuen uns, die Rhythmische Sportgymnastik in Sindelfingen unterstützen zu können“, sagte Uwe Braun. Der Personalchef im Werk Sindelfingen erläuterte, wie es zu dieser Spende kam: „Dreiviertel der  Mitarbeiter verzichten auf die Cent-Beträge ihres Gehaltes.“ Für jeden gespendeten Cent legt Daimler noch einmal diesselbe Summe dazu.

Die Idee stammt vom Gesamtbetriebsrat des Unternehmens. Zwei Millionen Euro für 255 Projekte wurden auf diese Weise bisher gesammelt. erläuterte Ergun Lümali, Betriebsratsvorsitzender im Werk Sindelfingen. „Das Geld geht an Kinder, Ältere und Hilfsbedürftigte“, erzählte er.

Ein großes Dankeschön für die Spender gab es von Dieter Henke. Der Abteilungsleiter der VfL-Turner machte deutlich, wie rasch sich die RSG-Sparte innerhalb der Abteilung entwickelt hat: Vor rund zwei Jahren starteten fünf Mädchen, mittlerweile sind es 55 Gymnastinnen, die sich dieser Sportart in Sindelfingen verschrieben haben. „So einen steilen Aufstieg“, war Henke sicher, „hatten wir in der Abteilung noch nie“.

Dass es dabei nicht bleiben soll, versicherte RSG-Turnwartin Tatjana Sacharow. Mittlerweile hat nämlich auch der sportliche Erfolg Einzug gehalten. Vor Kurzem gelang zwei Gymnastinnen die Qualifikation zu den württembergischen Meisterschaften. „Das ist nicht genug, wir streben nach mehr“, kündigte Tatjana Sacharow an. „Vor zwei Jahren konnten wir von den notwendigen Sportgeräten nur träumen, ganz zu schweigen von einem Teppich“, freute sie sich und bedankte sich im Namen der Gymnastinnen für die großzügige Gabe.

Zum Abschluss war dann die Bühne frei für den Hauptakteur des Abends: Über 100 Füße, Bälle, Reifen und Bänder unterzogen den neuen Gymnastikteppich mit viel Anmut, Grazie und Schwung einem ersten Belastungstest.

Saisonabschluss und Testlabor

Vereinsmeisterschaften der VfL-Turabteilung

20181130 Vereinsmeisterschaften2 kleinDie Turnabteilung des VfL Sindelfingen kürte jetzt ihre Vereinsmeister des Jahres 2018. 102 Turnerinnen und Turner gingen in der Halle des Goldberg-Gymnasiums an die Geräte. Für die Teilnehmer war es  ein schöner Abschluss eines erfolgreichen Wettkampfjahres und die Gelegenheit, manchen neuen Übungsteil unter Wettkampfbedingungen zu testen. Dieter Henke Vorstand der Turnabteilung zeigte sich sehr zufrieden:„Ich finde es schön zu sehen wie sich das Gerätturnen in Sindelfingen entwickelt hat. Die gezeigten Leistungen lassen ein gutes Wettkampf Jahr 2019 erwarten“, sagte er.

AuchTurnschulleiter Leo Lohre, der an diesem Tag durch das Programm führte war begeistert: „Viele Athleten haben die Vereinsmeisterschaften genutzt, um neue Übungsfolgen auszuprobieren und zu zeigen. Gerade am Sprung zeigten unsere Liga-Turnerinnen was sie gelernt haben.

VfL-Trampolinerinnen schnuppern Liga-Luft

Gemeinschaftsteam mit dem TV Oberndorf

20181130 Trampolin land kleinDarüber können sich die  Sindelfinger Trampoliner freuen. Mit Unterstützung durch die Turnerinnen des TV Oberndorf startete der VfL Sindelfingen in der Trampolin-Landesliga. Nach einigen gemeinsamen Trainingstagen qualifizierten sich die acht jungen Damen für das Finale in Weingarten. Leider schlug Krankheits- und Verletzungspech zu und so standen am Wettkampftag nur fünf Turnerinnen zur Verfügung. Aus Sindelfingen konnten nur Maria Walter und Valeska Weßbecher an den Start gehen.

Da pro Durchgang sechs Turnerinnen starten dürfen und jeweils die besten vier in die Wertung kommen, standen die Chancen gegenüber den anderen Vereinen, die alle vollzählig angereist waren, ziemlich schlecht. Trotzdem kämpften die Athletinnen um jeden Punkt. Maria zeigte erstmals ihre neue deutlich schwierigere Kür auf einem Wettkampf und konnte damit einige Punkte gut machen. In der Gesamtwertung reichte es am Ende mit einem geringen Abstand von 1,735 Punkten nur auf den vierten Platz. Die Kooperation der beiden Vereine mit gemeinsamen Trainingstagen sowie Zweitstartrechten soll aufrechterhalten werden, darin sind sich die Trainerinnen Birgit Hölle aus Oberndorf und Kirsten Eppard aus Sindelfingen einig.

Vergleich auf dem Tuch

Trampolinturner trafen den TSV Deizisau

20180608 Trampolin kleinDie Trampolinturner trafen sich mit ihren Kollegen aus Deizisau jetzt zum Vergleichskampf. Beide Vereine nutzten die Gelegenheit auch, um ihren Neulingen ein erstes Wettkampferlebnis zu ermöglichen. Der Vergleich entstand auf Initiative von der Deizisauer Trampoliner, die einen Wettkampf anregten. Geturnt wurde in vier Wettkampfklassen, zwei bei den Jungs und zwei bei den Mädchen.

In der Jutu E (2008-2011) errang David Zirakadze von VfL Sindelfingen den ersten Platz, die Plätze zwei und drei gingen an Deizisau. In der Jutu C+D (2005-2007) sicherte sich Hendrik Söllner vom VfL Sindelfingen den ersten Platz, auch die Plätze zwei und drei gingen mit Leonardo Contorno (Platz 2), Maik Becker (Platz 3) an den VfL.

Bei den Mädchen Juti D+E (2006-2010) gewann Nele Wieder aus Sindelfingen, Pia Knäb, die nach dem Vorkampf noch auf dem ersten Platz lag, musste in der Finalübung die Übung abbrechen und rutschte damit auf den dritten Platz. Die größte Grupe waren die Juti C+ (Mädchen 2005 und älter):

Hier ging der erste Platz mit großem Vorsprung an den TSV Deizisau, Silber und Bronze gingen mit  Raphaela Klingler und Mia Schlaier an die Gastgeber.

Die Gymnastik-WM war Geburtshelferin

Rhythmische Sportgymnastik ist die jüngste Sparte der Turnabteilung und erfreut sich großer Nachfrage

20180608 RSG 1 kleinVor über zwei Jahren hat die VfL-Turnabteilung Zuwachs erhalten: Die Geräteturner haben sich um die Sparte Rhythmische Sportgymnastik (RSG) erweitert. Aus der anfänglich fünf Mädchen großen Gruppe hat sich mittlerweile eine 45-köpfige Riege innerhalb der Turnschule Flick-Flack entwickelt, deren jüngste Mitglieder fünf Jahre alt sind. Die vier Gruppen werden von Iryna Jerabek, Tatjana Sacharow und  Kristin Hüttinger trainiert und erfreuen sich großer Nachfrage.

Alles begann mit der Gymnastik-WM im September 2015 in Stuttgart. Iryna Jerabek und Tatjana Sacharow, zwei frühere Gymnastinnen aus der ehemaligen UdSSR, waren der Meinung, dass diese Sporart, dieTanz, Gymnastik und Artistik miteinander elegant verwebt, auch in Sindelfingen, der Stadt, in der sie seit vielen Jahren leben, heimisch werden sollte.

In der Turnabteilung wurden sie mit offenen Armen empfangen. Bald war in der Goldberg-Realschule eine Halle organisiert und es konnte losgehen. Iryna Jerabek, in Kiew Mitglied der Juniorennationalmannschaft in der rhythmischen Sportgymnastik, später Teil einer international erfolgreichen Artistengruppe und Sportlehrerin, übernahm das Training. Tatjana Sacharow begann eine Tanz, Gymnastik, Rhythmus-Ausbildung zur C-Trainerin beim Schwäbischen Turnerbund und übernahm den Part der Ballett-Trainerin. „Am Anfang“, erinnern sich die beiden, „hatten wir Gymnastinnen im Alter von fünf bis elf Jahren in einer einzigen Gruppe. Der rasche Zuwachs ermöglichte uns eine baldige Aufteilung der Mädchen in mittlerweile vier Gruppen, davon zwei Leistungsgruppen ab fünf und sechs Jahren, eine Freizeitgruppe ab acht Jahren und eine Bambini-Gruppe.“

Damit die jungen Gymnastinnen richtig trainieren können, hat die Turnabteilung vor Kurzem tief in die Tasche gegriffen und einen speziellen, 14 mal 14 Meter großen und 8000 Euro teuren RSG-Teppich angeschafft. Diese Investition wurde nur möglich, weil auch Daimler das Engagement für die Rhythmische Sportgymnastik in Sindelfingen nicht verborgen blieb: Vom Autobauer gab's eine Spende in Höhe von 4500 Euro im Rahmen der „Pro Cent Initiative“.

Neulich fieberten die ersten Gymnastinnen aus Sindelfingen dann endlich ihrer Wettkampf-Premiere entgegen. Bei den Gaumeisterschaften in Ludwigsburg wartete der erste öffentliche Auftritt im tänzerischen Umgang mit Seil, Keule und Band.

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